14. High Times Cannabis Cup in Amsterdam

 

Eine Reise in die wunderbare Welt des Nederwieds

Überfällig war er, mein erster Besuch des High Times Cannabis Cups in Amsterdam. Dieses Jahr aber galt es, dabei zu sein, wenn sich 2000 amerikanische Flüchtlinge des US-Pot Wars an der heroischen Aufgabe versuchen, in 5 Tagen 50 Sorten Cannabis zu testen und zu bewerten.

Was verbindet man mit dem High Times Cannabis Cup (HTCC)? Richtig, Kiffen und Kommerz. Die weltgrößte Rauschhanf-Degou­stationsveranstaltung der Welt ist ein typisches Ami-Event, viel Show und Promotion, viel Kom­merz. Aber es geht ja nicht um irgendwas, es geht um Cannabis, und das ist zunächst mal sehr löblich. Der HTCC zeigt Hanffreunden aus aller Welt bereits heute auf, wie es einmal sein wird, wenn psychoaktiver Hanf legal gehandelt, vermarktet und gefeiert werden darf. Wie bei jedem anderen Produkt ist dann starkes kom­merzielles Interesse im Spiel, es gibt professio­nelle Events mit ausgeklügelten Marketing­strategien. Aber so ist es nun mal mit öffentlichen Veranstaltungen. Wer was gegen diese Kommerzialisierung hat, wie die vielen kritischen Stimmen aus dem antimateriell ge­sinnten Hanf-Lager, ist ein Illusionist Entweder man befürwortet die Legalisierung und nimmt die damit verbundene Kommerzialisierung und Zurschaustellung des Hanfes in Kauf, oder man entscheidet sich dafür, weiterhin mit seinen Freunden in vermufften Kellern verstohlen die Out- und Indoor-Blüten der Saison wegrauchen zu müssen.

Solchermaßen mein eigenes langjähriges Ha­dern mit dem marktschreierischen Beige­schmack des HTCC weggewischt, saß ich schon bald zusammen mit dem Berliner Hanf-Entre­preneur Dirk im IC nach Holland und hielt wieder einmal Kurs auf Good Old Amsterdam, das Mekka der Hanffreunde aus aller Welt.

Doch sobald man seinen Fuß auf Amsterdamer Boden setzt, sieht man sich konfrontiert mit dem typischen „Amsterdamned-Syndrom“: Nach der er­sten Tüte gerät das Navigieren in der Grachtenstadt zum tückenreichen Pro­blem, und das, ob­wohl Amsterdam für eine internationale Großstadt klein und zumindest von der Fläche her eigentlich gut überschaubar ist. Doch die vielen asymmetrischen, kurven- und abzwei­gungsreichen Straßen bergen arge Orientie­rungsprobleme. Das wird in dem Moment zum Problem, als Dirk und ich das Pax Party Hou­se, Veranstaltungsort für das Tagespro­gramm des HTCC, we­gen intensiver Unter­haltung um fünf Stationen verpassen und nach dem Aus­steigen leichtfertig glauben, wir müssten einfach so schnurstracks die Bahn­strecke zurückgehen. Prompt entscheiden wir uns an einer Abzweigung für die falsche Rich­tung, im hochmütigen Glauben, allein diese sei logisch und der Blick auf den Plan unnötig. Da­durch eine halbe Stunde verloren. Nach weite­ren Richtungs-Kapriolen und Konfusionen er­reichen wir nach anderthalb Stunden mit schwerem Gepäck erschöpft das Pax Party Hou­se – Amsterdamned!

Weil der Akkreditierungstag für Journalisten Montag gewesen war, und wir erst Dienstag an­reisen, ist es zunächst ein Problem, die ebenso stonede wie gestresste Empfangsdame davon zu überzeugen, dass wir von einem gaaanz wichtigen deutschen Hanf-Magazin kommen und ausführlich berichten wollen. Die mitge­brachten CannaBusiness- und Cannatrade-Pres­seausweise ebnen schließlich den Weg in den bunten Hanf-Markt des Pax Party House. Auf drei Etagen volle Action. Die holzgetäfelte „Jud­ges Lounge“ im Erdgeschoss, ein großer, läng­lich zugeschnittener Saal, ist der allgemeine Versammlungsort, wo Ansprachen, Musik-Acts und Grow-Seminare stattfinden. An den zahl­reichen Holztischen hangen einige Kiff-Gesell­schaften ab, jetzt, um 18:30, sind die meisten schon schwer angezählt. Flott hingesetzt, den ersten Spliff auf einem HTCC gebaut und die Atmosphäre aufgesaugt. Da die sehr ruhige Stimmung des Saales für unsere erschlafften Glieder aber zur Gemütlichkeitsfalle zu wer­den droht, beschließen wir, eine Etage höher zu den Seed Banks zu wandern. Welcome to Seed Breeder’s Wonder World: Hier (und eine Etage höher) sind sie alle. Und zwar persönlich. Die Meister der Zuchtkunst lassen es sich nicht neh­men, direkt mit ihren Kunden über Genetics, Tastes and Highs zu diskutieren. Dazu gibt es schöne Pflanzen zu sehen und reichlich Probier-Gras einzusammeln. Was will man mehr? Die Stärke des HTCC liegt genau hier, in der Gele­genheit, seine „Idole“ (für viele hanfverrückte Amis sind die Seed Bank-Betreiber wirklich be­wunderte Helden) treffen zu können und aus erster Hand Know-How, wertvolle Tipps und nicht zuletzt Original-Samples der Seed Banks zu erhalten, was die Drug War-geplagten US-Grower durchweg in allergrößte Euphorie ver­setzte. Das allein macht die Veranstaltung loh­nenswert, das ganze Touristik-Brimborium der beteiligten Agentur 420 Tours, die routinemäßig abgespulten Coffeeshop-Busfahrten, die ziem­lich bis exorbitant teuren Reise-Angebote und die oberflächliche, uninformative, super­schlechte Siegerehrung sind ärgerliche Beglei­terscheinungen. 420 Tours bietet Reise-Level 1 für 1.000 Dollar an, und so weiter bis Level 5 – genannt „Houston, we have contact“ – für stol­ze 9.000 Dollar, inklusive »personal space cap­tain“, einem Amsterdam-Scout. Wenn man Preisrichter sein will, und wer will das nicht, kommen weitere 200 Dollar dazu. Dafür gibt es freien Zugang zu allen Events im Pax Party House und im Melkweg. Die Samples müssen die Teilnehmer auch noch selbst in den Coffee-Shops kaufen, mit nur schlappen 25 % Rabatt Das ist natürlich Abzockerei ersten Grades, aber mit den für die grenzenlose Freiheit dankbaren und glücklichen Amis kann man es offenbar machen.

  • stärkste cannabissorte
  • stärkstes cannabis
  • stärkste hanfsorte
  • stärkstes marihuana
  • cannabis sorten
  • stärkstes weed der welt
  • stärkstes gras der welt
  • stärkste weed sorte
  • stärkstes cannabis der Welt
  • stärkstes weed

  • big bud kukka
  • high times cannabis cup 2011 amsterdam
  • stärkste cannabis welt
  • beste cannabissorte outdoor
  • grassorte amsterdam
  • beste weed sorte
  • High Times Cannabis Cup in Amsterdam
  • stärkste gras der welt
  • σπορους marijuana amsterdam
  • stärkstes gras in amsterdam
 


14 Comments
 

Leave a Comment

*