Haschisch – Über Wahrheiten und Legenden eines uralten Rauschmittels

 

In den Medien wird immer wieder gerne darüber berichtet, dass die heutigen Cannabisprodukte, vor allem das Marijuana, um ein vielfaches stärker wären, als das früher der Fall gewesen sei. Da­bei erwecken derartige Berichte oft den Eindruck, als haben die „Hippies“ früher schon Mariju­ana geraucht, so wie das heute von den meisten Hanffreunde praktiziert wird. Anscheinend ist in Vergessenheit geraten, dass vor 30 Jahren heute gängige Marijuana-Sorten erst in der Entste­hung waren. Deshalb griffen die meisten „Hippies“ zu Haschisch. Und damals gab es noch Sorten, die an Qualität und Potenz moderne Marijuana-Sorten übertreffen.

Zugegeben, unsere Redaktionsmitglieder sind (fast) alle zu jung, um noch selbst miter­lebt zu haben, was die Hippies in den Sech­ziger und Siebziger Jahren alles geraucht haben. Aber es gibt ja noch genug „Oberle­bende“, die uns gerne aufklären. Das „Kif­fen“ ist keine Erfindung der Hippies. Viel­mehr kamen die jungen Leute, die in den Sechziger und Siebziger Jahren in Scharen aus den westlichen Ländern in alle Teile der Welt, besonders nach Asien, aufbrachen, dort mit allerhand neuen Dingen in Berührung. Und dazu gehörte zweifellos der Kontakt zu den unterschiedlichsten Drogen. Cannabis­produkte wie Haschisch wurden noch vor ei­nigen Jahrzehnten in vielen Ländern der Welt hergestellt und konsumiert, und dass schon seit vielen Generationen.

Die ersten Nachweise für Cannabis und den Einsatz als Nutzpflanze Lassen sich in ural­ten chinesischen Schriften finden. Es wird vermutet, dass Cannabis ursprünglich in den Randgebieten der Wüste Takla Makan behei­matet war. Zumindest bot diese Gegend die optimalen Voraussetzungen. Von hier aus verbreitete sich die Pflanze in alle Himmels­richtungen und kam so nach China, über den Hindu Kush nach Nord-Indien, Nepal, Paki­stan und Afghanistan. Auch in Russland und in der mongolischen Steppe ist sie heimisch geworden, jedoch mußte sie sich den Bedin­gungen anpassen und wurden so zur Gat­tung „Ruderalis“. Die Hanfpflanzen in den Regionen des Himalayas bezeichnet man als Indicas. Auch wenn sie von einem Tal zum nächsten große Unterschiede aufwei­sen können, sind ihre Haupteigenschaften doch alle gleich: Die gedrungene Form, die breiten, dunkelgrünen Blätter und die starke Harzproduktion, die Schutz vor den extremen Temperaturschwankungen bringt.

Hier wird auch der Ursprung der Haschisch­produktion vermutet. In den Bergen des Hin­du Kush wird schon lange das Harz der Blü ten und Blätter mit den Händen abgerieben. Die klebrigen Harzdrüsen bleiben leicht kle­ben, bedecken bald die Finger und Handflä­chen. Es braucht nur noch abgekratzt und zu Kugeln oder Rollen geformt werden. Noch heute nutzen die indischen Sadhus diese Methode, um sich selbst mit Charas zu ver­sorgen.

Eine andere traditionelle Methode der Haschherstellung ist das Sieben. Ursprüng­lich wurden die Siebe vor allem benutzt, um die Samen vom Pflanzenmaterial zu trennen. Offensichtlich hat sich daraus die Methode entwickelt, auch die feinen Harzdrüsen zu gewinnen. Diese Arbeitsweise wird in vie­len Ländern der Welt praktiziert, da sie we­niger arbeitsintensiv ist und es ermöglicht, in kurzer Zeit große Mengen Haschisch zu produzieren. Auf diese Weise können auch recht unterschiedliche Haschisch-Qualitäten hergestellt werden: Die erste kurze Siebung bringt wenig Menge, dafür aber aller beste Qualität. Mit jeder zusätzlichen Siebung sinkt die Qualität.

Nicht nur die Herstellungsmethoden ent­scheiden über die Qualität des Haschisch, auch die Hanfpflanzen selbst haben darauf einen großen Einfluß. Deshalb sind die Hanf­bauern schon früh dazu übergegangen, die Samen der besten Pflanzen auf zu bewahren, um aus ihnen im nächsten Jahr die neue Ge­neration wachsen zu lassen. Auf diese Weise fand eine Selektion und damit eine Anpassung der Pflanzen an lokale Gegebenheiten. Im Laufe der Zeit entstanden dadurch wieder neue Sorten.

Auf den alten Handelsrouten gelangten Hanf- samen und Haschisch auch in jene Länder, die in der Folge zu den „traditionellen“ Ha­schischproduzierenden Ländern wurden.

Als erste sollen die Skythen, ein vorchrist­liches Reitervolk aus Zentralasien, für die Verbreitung von Cannabis gesorgt haben. Sie waren wohl auch die ersten, die Cannabis ri- tuell gebrauchten. Im Hindu Kush, so will es, der Glaube der Hindus, hat vor Urzeiten Gott: Shiva selbst die Hanfsamen ausgesät. Von;‘ Indien und Nepal gelangte es nach Afgha­nistan, Pakistan bis in den Mittleren Osten:>: Hier war es vor allem der Libanon und Türke-“

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