Sensi Star von Paradise Seeds – Growbericht

 

Paradise Seeds wurde 1994 von Züchter Luc gegründet und kann auf fast 30 Jahre Grow- und Zuchterfahrung zurückgreifen. Schon in den 80er Jahren gab es die ersten Kreuzungsversuche auf einem kleinen, abgelegenen Outdoorspot in den Niederlanden. Die Grundgenetiken stammten zum grössten Teil aus den USA. Besonders aus Kalifornien kamen vielversprechende Genetiken, mit denen man an verschiedenen Projekten weiterarbeiten konnte. Einer der ersten Strains die 1994 auf den Markt kamen war Dutch Dragon oder auch Nebula im Jahr 1996. Heute hat Paradise Seeds ungefähr 25 verschiedene In – und Outdoor Sorten im Sortiment, die als regulär und teilweise auch als feminisierte Samen angeboten werden. Paradise Seeds gehört zweifelsohne zu den Top 5 Breedern und geniesst in der Growerszene ein hohes Ansehen.

Heute geht es aber um einen anderen bekannten, wenn nicht sogar um den bekanntesten Strain aus dem Hause Paradise Seeds, die Rede ist natürlich von Sensi Star, ein F1 Hybrid der durch seine überragende Harzproduktion und das zitronig, saure Aroma bes­ticht. Sensi Star wurde 1995 veröffentlicht, erlangte aber erst nach der Genetik Auffrischung im Jahr 1997 grössere Bekanntheit in der Growgemeinde. Dazu kamen etliche Cup Gewinne die Sensi Star im Laufe der Jahre für sich entscheiden konnte, darunter die erste Plätze beim High Times und beim High Life Cup 1999. Aber auch auf der Spannabis z.B. war Sensi Star 2005 einer der Gewinner in der Kategorie Bio Weed.

Die Frage nach den Eltern bleibt aber leider unbeantwortet, denn Luc hält die genaue Zusammensetzung geheim. Man kann davon ausgehen das eine Afghani einen Elternpart übernommen hat. Der zweite Teil könnte vielleicht von einer mexikanischen Sativa kom­men, wie manche behaupten, andere meinen, dass ein spezieller Northern Lights Phänotyp die Finger mit im Spiel hatte.

Sensi Star wächst homogen und sehr verzweigt, was für die SOG-Methode natürlich ideal ist, auch in unseren Breitengraden soll dieser Strain bis Ende September fertig ausgereift sein. Kauf berechtigte Personen können Sensi Star Samen in regulärer oder auch in feminisierter Form erwerben.

Für den Testgrow standen sechs bewurzelte Sensi Star Stecklinge zu Verfügung, die gleich in ein NFT-System gesetzt wurden. Bei diesem Grow wurde wieder mit der Advanced Nutriens Reihe gearbeitet, neben dem A+B Grunddünger für die Wachstums und Blütephase kamen noch ein paar Zusätze zum Einsatz, wie z.B Carboload, Big Bud, Tarantula, Overdrive und Bud Blood. Der EC-Wert lag in der zehn tägigen Vegetativphase bei 0.8 der PH bei 6.0. In diesen zehn Tagen kamen die sechs Stecklinge sehr gut voran und wuchsen schnell über die 25 cm Marke hinaus. Die Photoperiode wurde nun auf 12/12 Stunden reduziert und das blau/weisse Leuchtmittel durch ein Blütespektrum ersetzt. Die Nährlösung blieb von ihrer Zusammensetzung her gleich, nur der EC-Wert wurde auf 1.0 erhöht. Ein paar Tage später zeigten die Sensi Star ihr Geschlecht, etwa zur gleichen Zeit setzte dann auch die Streckung ein. Die Pflanzen entwickelten ein sehr verzweigtes und buschiges Wachstumsmodell. Es entstanden immer neue Triebe und Blätter, die eine tief grüne Farbe hatten, ohne das der EC-Wert übermässig hoch war. Am 21. Blütetag wurde die Nähr­lösung das erste mal komplett gewechselt, die Stickstoffration wurde ein wenig gedrosselt, dafür gab es jetzt mehr Kalium und Phosphor. Der beste Zeitpunkt die Nährlösung auf die Blütephase umzustellen ist dann wenn die Pflanzen anfangen viele Griffel auszubilden. Ab diesen Zeitpunkt ist der P+K Bedarf sehr hoch. Zusätzlich zum A+B Grunddünger für die Blüte, bekamen die sechs Pflanzen noch Enzyme, Tarantula und eine Portion Bud Blood. Auch die Harzproduktion setzte jetzt schlagartig ein, man konnte auf den noch kleinen Blüten eine schöne Harzschicht erkennen. Das Wachstum stellten die Pflanzen langsam ein, trotzdem sollten die Stecklinge eine Endhöhe von knapp 60 cm erreichen. Die Pflanzen konzentrierten sich nun ausschliesslich auf die Harz und Blütenbildung, auch ein leichter säuerlicher Geruch machte sich langsam in der Box bemerkbar. Alle Pflanzen hatten sehr viel Blütenmasse innerhalb kürzester Zeit gebildet, die Sonnensegel waren nicht übermässig gross hatten dafür aber eine dunkle, tief grüne Farbe angenommen und das bei einem EC-Wert von 1.2. Es ist bekannt, dass die Sensi Star auch ohne grosse Düngermen­gen auskommt und schnell auf einen zu hohen EC mit eingedrehten Blättern und Adlerkrallen reagiert.

Die Blüten wurden immer grösser, an jedem Trieb entstanden dicke, kompakte Blüten die von einer weissen Harzschicht überzogen waren. Leider bekam ich gerade in diesem Stadium ein kleines Mehltau Problem. Für eine Behandlung mit einem Fungizid war es schon zu spät, da dieses Mittelchen von den Blüten aufgenommen werden würde und somit das Endprodukt verunreinigen könnte, ganz abgesehen von den gesundheitlichen Folgen beim rauchen. Mehltau wird durch verschiedene Pilze verursacht und macht sich in den mei­sten Fällen durch einen weissen Belag auf den Blättern bemerkbar. Es gibt im Handel verschiedenste Mittel gegen diese Pilzkrankheit aber auch Hausmittelchen können kurzfristig gute Erfolge bringen. Manche Grower arbeiten in solchen Fällen mit einer Backpulver/Wasser Mischung die auf die betroffenen Blätter gesprüht wird, andere schwö­ren auf einen Buttermilch Cocktail der den PH-Wert der Blattoberfläche senkt und somit dem Mehltau entgegen wirkt. Bei einem Befall sind immer zuerst die grossen Sonnensegel betroffen, erst wenn sich der Mehltau weiter ausbreitet werden auch die kleinen Blütenblätter in Mitleidenschaft gezogen. Dann heisst es genau -maniküren oder die betroffenen Stellen grosszügig wegzuschneiden.

Die Blattreste können aber zum Bubble machen genommen werden, da die Pilzsporen dreimal so klein sind wie unser Harz, verbleiben sie im Wasser und werden mit aus den Sieben gespült.

In der Zwischenzeit war der 38 Blütetag erreicht, die Nährlösung wurde jetzt erneut gewechselt. Neben dem Grunddünger gab es noch etwas PK 13/14 in Form von Overdrive, dazu noch etwas Big Bud, ein paar Enzyme und natürlich Dr. Hornby, ein Pflanzenstärkungsmittel von Advanced Nutriens. Der EC hatte jetzt seinen maximalen Wert von 1.5 erreicht und sollte im weiteren Verlauf des Grows nicht mehr ansteigen.

Die Blütenkelche wurden dicker und schwollen aufgrund der extrem starken Harzproduktion an, zudem hatten die Blüten eine sehr helle Farbe angenommen und wirkten fast weisslich. Die ersten braunen Griffel machten sich am 48 Blütetag bemerkbar und so wurde die Nährlösung ein letztes mal gewechselt. Es gab jetzt keinen Dünger mehr, die Pflanzen sollten ihre gespeicherten Nährstoffe verbrauchen, damit das Endprodukt rückstandsfrei ist und der Geschmack nicht verfälscht wird.

Das Aroma der Sensi Star war zu diesem Zeitpunkt säuerlich-men­tholartig, ja fast ein wenig penetrant aber dennoch sehr lecker. So langsam reiften die Buds heran, immer mehr Griffel wurden braun und so wurden am 60. Blütetag alle sechs Sensi Star Pflanzen geerntet. Die sorgfältig manikürten Blüten wurden in einem dunklen Raum auf­gehängt und waren nach knapp zehn Tagen soweit trocken das man die erste Rauchprobe hätte nehmen können. Die Rauchware wurde luftdicht in Tüten verpackt und für weitere vier Wochen gelagert. Bei der Fermentation zerfällt das Chlorophyll und das Aroma, der Turn und der Geschmack verbessern sich erheblich. Man kann das fast mit der Reifung eines guten Weines vergleichen. Nach den vier Wochen fermentieren wurde das erste Sensi Star Tütchen geraucht. Der Geschmack ging in Richtung säuerlich, hatte aber dennoch einen Menthol und metallartigen Unterton, ein schwer zu beschreibendes Aroma das mir sehr gut gefallen hat. Die Wirkung setzt schnell ein, der Couchclock überwiegt, trotzdem ist ein gewisser klarer Sativa Touch spürbar. Die steinharten und fast weissen Blüten waren von einer dicken Schicht Harz überzogen und brachten im Durchschnitt ein Trockengewicht von 28 g pro Pflanze auf die Waage. Bei einer Höhe von 60 cm ist das absolut in Ordnung. Auch die vom Breeder angegebene Blütezeit von 56-62 Tagen wurde eingehalten.

Wer einmal die Sensi Star in seiner Box stehen hatte weiss warum dieser Strain in der Welt der Grower so beliebt ist. Ein wirklich gutes und vor allen starkes Stöffchen das völlig zurecht einen sehr guten Ruf hat.

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