Über die Cannabis Varietäten

 

Für Hanfliebhaber gibt es mittlerweile über 4000 Cannabis-Sorten zur Auswahl. Sämtliche Hanfsamenbanken, die momentan am heiß um­kämpften Samenmarkt vertreten sind, verfügen über ein qualitativ und quantitativ unterschiedliches Angebot. Die Mehrheit der ange­botenen Samensorten sind Hybriden, welche durch die Kreuzung ver­schiedener Sorten untereinander gezüchtet wurden. Ein guter Züch­ter erhält dabei die bevorzugten ursprünglichen Charakteristika der Pflanze und züchtet die unerwünschten Eigenschaften heraus.

 Dieser Ablauf ist einfach zu verstehen, wenn man die Cannabiszucht mit der Welt der Hundezucht vergleicht. Alle Rassehunde können ihre Zuchtlinien zurück bis zum Urhund und dem Wolf verfolgen. So lässt sich ebenfalls die Herkunft der Cannabis-Sorten zurückverfolgen, um herauszufinden, welche Varietäten zu ihrer Entstehung verwendet worden sind. Man findet vielleicht ein, zwei oder gar alle drei der wichtigen, ursprünglichen Cannabis-Varietäten in der genetischen Geschichte. Cannabis ist schon immer, neben der Faser- und Öl-Produktion, wegen seiner psychoaktiven oder medizinischen Eigenschaften gezüchtet worden. Die chemischen Verbindungen, die diese Wirkungen hervorrufen, werden von der Pflanze in den Drüsenhaaren (den Trichomen), die hauptsächlich bei der weiblichen Pflanze vorkommen, produziert. Es kommen rund 80 Phytocannabinoide in der Pflanze vor, wie zum Beispiel THCA (Tetrahydrocannabinol-Säure). Desweiteren gibt es über 40o andere aktive chemische Verbindungen. Das Verhältnis der einzelnen Cannabinoide unterscheidet sich von Sorte zu Sorte, und das wird in Fachkreisen dann als Cannabinoid-Profil bezeichnet.

Cannabis-Varietaten-01Cannabis Sativa (C. sativa)
Diese Sorte stammt aus äquatorialen Regionen und kann eine Höhe von über 4,5 Metern erreichen. Cannabis Sativa produziert schmale, schlanke Blätter und massive Blüten, die nicht sehr dicht/kompakt, sondern eher fluffig sind. Reine Sativa-Stämme sind aufgrund ihrer Wuchshöhe nicht generell gut für den Indoor-Anbau geeignet. Eine ausgewachsene C. sativa wird vier bis acht Mal mehr Platz benötigen, als eine kompakte C. indica. In der Regel haben Sativa-Va-rietäten einen höheren THC- und einen niedrigeren CBD-Anteil als Indica-Varietäten. Wenn man mit reinen Sativas experimentiert, dann nimmt man vorzugsweise eine Sorte wie Durban Poison, die aus Südafrika stammt und nicht hybridisiert wurde. Das Resultat bleibt zu hundert Prozent Sativa und produziert große harzige Blüten, ähnlich wie bei Thai-Gras. Haze ist eine weitere reine Sativa-Sorte, die in den 1970er Jahren entwickelt wurde, und einst weithin als die stärkste Cannabis-Sorte galt, die verfügbar war. Allerdings ist der Anbau schwieriger, weil sie als Indoorpflanze mit einer durchschnittlich längeren Blütezeit anspruchsvoller ist und dabei nur einen mäßigen Ertrag liefert. In den letzten Jahren ist sie wieder aus der Mode gekommen.

Cannabis Indica (C. indica)
Diese Sorte stammt aus den Bergregionen Zentralasiens. Lokale Sorten wurden aus Kashmir, Pakistan, Nordindien und Nepal in den frühen 1960er Jahren gesammelt. Diese einheimischen Sorten wurden zum Genpool für viele heutige Cannabis-Sorten. Sie sind charakteristisch eher stämmig und beinahe winterharte Pflanzen, die breite, ahornähnliche Blätter aufweisen. Selten erreichen sie Höhen von mehr als zwei Metern im Freien, mit schweren, kompakten Blü-ten, die Trichome mit einem hohen CBD-Gehalt (Cannabidiol) produzieren. Indica-Pflanzen sind ideal für den Indoor-Anbau. Reine Sorten wie Pot of Gold oder ICE können hohe Erträge erzielen. Hindu Kush ist eine gute Anfänger-Sorte für alle, die pure Indica-Pflanzen bevorzugen. Afghani ist eine weitere Indica-Sorte importiert aus Afghanistan. Sie produziert schwere harzige Knospen, die sich zur Erntezeit lila färben und haben ein hohes Blüten-zuBlatt-Verhältnis.

Cannabis Ruderalis (C. ruderalis)
Diese umstrittene, dritte Cannabis-Sorte wächst in Russland, Polen und anderen osteuropäischen Ländern. Schultes klassifiziert Cannabis in drei Arten: Sativa, Indica und Ruderalis basierend auf die Bildung der Samenkapseln. Es gibt immer noch Diskussionen darüber, ob Ruderalis überhaupt eine eigenständige dritte Art ist. Die Besonderheiten von Cannabis ruderalis sind große Samen, schmächtige Pflanzen mit maximal Cannabis-Varietaten-02150 cm Höhenwuchs und einem wesentlich niedrigeren THC- Gehalt als Sativa oder Indica. Es ist aber eine kälteresistente Pflanze, die sehr früh blüht, in den meisten Fällen unabhängig von der Photoperiode. Die Blüten sind in der Regel spärlich und produzieren nicht die gleich hohen Erträge wie die beiden anderen Cannabis-Sorten. Es ist jedoch eine Sorte, die erfolgreich mit den beiden anderen Sorten gekreuzt wurde, um potente früh blühende Pflanzen wie Ruderalis-Skunk zu erzeugen. Der Vorteil eines Cannabis-ruderalis-Hybriden ist, dass etwa fünfzig Prozent der Setzlinge die Blüte nach dem 5. bis 7. Internodium beginnen, unabhängig von der Photoperiode. Die Möglichkeit, Blüten unabhängig von der Photoperiode zu produzieren, hat eine Reihe neu-modischer Cannabis-Sorten die „auto-flowers“ (oder „automatischen“) auf den Markt gebracht, die sich steigender Be-liebtheit erfreuen. Diese Sorten wurden selektiv gezüchtet, um das „autoflowering-Gen“ des Ruderalis zu behalten. Sie sind am einfachsten von allen Cannabis-Sorten zu kultivieren. Aufgrund des Fehlens der Vegetationsperiode liefern sie aber keine großen Erträge.

Hybride
Sie sind keine Sorte an sich und werden durch selektive Zucht erstellt. Samen von hochwertigen Samenbanken haben Informationen über ihre Herkunft und ihren Ursprung. Informationen, wie zum Beispiel 8o Prozent Sativa und 20 Prozent Indica sind nützlich, wenn man sich für eine neue Sorte entscheidet. Dutch Passion Master Kush ist eine gute Sorte für Anfänger, sie hat eine stabile Genetik und verzeiht Fehler. Master Kush liefert einen guten Ertrag. Die Wirkung und der Geschmack sind ebenfalls hervorragend.

Erträge
Die Erträge von Cannabis-Pflanzen sind abhängig von mehreren wichtigen und unterschiedlichen Faktoren, wie z. B. von der Sorte, den Lichtverhältnissen und Umgebungsbedingungen. Aber auch vom Wachstums und der Blüte, dem richtigen Erntezeitpunkt und der Anbau-Methode (Erde, Hydro, Aeroponik …). Es wird immer eine natürliche Veränderung der Erntemenge vorkommen. Nicht alle Pflanzen produzieren das gleiche Gewicht ihrer Buds. Indoor-Züchter werden auch nicht den gleichen Blütenertrag erzielen, wie dies outdoors möglich wäre. Nichts desto trotz bieten Indoorgärten im Vergleich zum Outdooranbau sichere Klimafaktoren. So lassen sich Cannabisblüten mit hochprozentigen Inhaltsstoffen züchten. Gerade in kli-matisch kühleren Gegenden mit wenig Sonnenstunden ist dies von Vorteil. Angenommen, die Lichtverhältnisse im Growraum betragen etwa 60o Watt Hochdrucklicht pro Qua-dratmeter, so kann mit folgenden minimalen Erntemengen gerechnet werden: 30o Gramm getrocknete Blüten pro Quadratmeter bei einem zweiwöchigen vegetativen Wachstums- und anschließendem Blüte-Zyklus, mit etwa 15 cm Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen. Ei-nen maximalen Ertrag von weit über 25o Gramm getrockneter Blüten pro Pflanze erzielt man mit beschnittenen Pflanzen, bei einem längeren vegetativen Wachstums-Zyklus, einen individuellen Growraum mit optimalen Bedingungen und/oder sehr hohem Licht-level. Ein Gramm pro Watt pro 3o Tage — diese Mess-Methode verwenden einige Züchter. um Cannabis-Varietaten-03das Ertragspotential zu ermitteln. So wird es auch in vielen Anbau-Anleitungen beschrieben, aber das kann verwirrend sein und ist bei weitem nicht genau.
Die Bewurzelung, Zeit für Klone und die vegetative Wachstumsphase werden dabei nicht berücksichtigt. Es ist nicht möglich, eine Ernte aus dem Nichts in 3o Tagen zu produzieren. Man muss einen Vegetations-Zyklus von mindestens 14 Tagen haben. Es wer-den mindestens noch 14 weitere Tage benötigt, um Stecklinge zu produ-zieren oder Klone bewurzeln zu lassen. Die Anzahl der Pflanzen oder der Platz wird bei dieser Messmethode ebenfalls nicht berücksichtigt. Eine einzelne Pflanze, die unter einer 1000-Watt-High-Pressure-Sodium-Lampe (HPS) steht, wird sicher nicht ansatzweise ein Kilo getrocknete Buds liefern.

Ertrag pro Einheit
Dies ist eine bessere Metode. Ich gehe davon aus, dass jeder Grower mindestens 5o Watt High Intensity Discharge (HID= Hochdrucklicht) pro ein Quadratfuß (3o x 3o cm) im Wachstums- Bereich nutzt. Dies entspricht einer beleuchteten quadratischen Grundfläche von 50 Watt/6000 Lumen und ich nenne es: eine Einheit; Ziel für minimale Erträge von rund 56 Gramm pro Einheit. Die Formel lautet: 1 ft2 + 5o Watt HID = 1 Einheit.
Wenn die Stecklinge bewurzelt sind, rechne ich: eine Einheit + (14 Tage Wuchs) + (3o Tage Blüte) = 56 Gramm pro Einheit. Wenn die Pflanzen 3o cm hoch gewachsen sind und eine Pflanze pro Einheit steht, rechne ich 56 Gramm Ertrag pro Pflanze. Die voraussichtliche Erntemenge anhand von Einheiten zu berechnen, ist natürlich starkvereinfacht und zudem ausgehend von einer optimalen Entwicklung der Pflanzen, mit einem möglichst geringen Abstand zum Leuchtmittel und einer gleichmäßig beleuchteten Anbaufläche. Aber als Richtlinie, um die durchschnittlich zu erwartende Erntemenge zu errechnen, hat sich diese Methode durchaus bewährt. Sogar große kommerzielle Growanlagen lassen sich mit dieser Formel gut berechnen, indem die Gesamtfläche in Einheiten geteilt wird. So dient sie als Anhaltspunkt für das zu erwartende Ertragspotential. Einige Züchter ernten wesentlich mehr als der Durchschnitt mit 56g/Einheit. Jedoch auch ein Ertrag von einer Einheit mit nur 32 Gramm korrekt getrockneten, hochqualitativen Blüten ist für viele Grower ein akzeptables Ergebnis.

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