Von Panama Red und Oaxacan Gold

 

Sativas aus aller Welt

Mexiko

In den 70er Jahren kam sehr viel schlechtes Gras von Mexiko in die USA, erst in den 80er Jahren stieg die Qualität um ein vielfaches an. Sativas oder mostly Sativas mit Namen wie Acapulco Gold, Oaxacan oder Chiapas überfluteten den amerikanischen Markt, doch mit der Zeit machten sich immer mehr indische Gene im Cannabis bemerk­bar. Der Turn wurde immer drückender und lieferte schon lange nicht mehr das altbekannte Up-High der ursprünglichen mexikanischen Sativa Landrassen. Gutes mexikanisches Gras kann man in zwei Typen unterscheiden. Sorten wie Oaxacan, Brasil AmazoniaLima Gold oder Lemon Gold hatten ein fast hell grünes Aussehen, der Turn war meist trippig und sehr stark. Aroma und Geschmack waren dagegen eher fruch­tig/süsslich. Die Blüten wurden oft zu grossen Bällen zusammen gepresst und in dieser Form in den Handel gebracht. Der zweite Typ Gras war eher ein braunes, krautiges Weed, das meist aus dem Süden Mexiko’s kam, der Turn war drückend und narko­tisch, das Aroma intensiv-scharf und sehr würzig.

Mexikanische Sorten wachsen sehr hoch, bilden allerdings nur klei­ner Seitentriebe. Die Blütenstände sind sehr lang und haben ein hohes Blatt/Calyx Verhältnis. Auffällig ist, dass bei mexikanischen Sorten die Marmorierung der Samen fast völlig fehlt aber in den letz­ten Jahren hat eine nicht zu stoppende Hybridisierung eingesetzt, ursprüngliche Sorten sind kaum noch zu bekommen. Vor allem afg­hanische und indische Sorten werden jetzt sehr oft angebaut.

Jamaika

Für viele das Ursprungsland von Cannabis, doch Jamaika hatte kei­nen natürlichen Hanf, erst durch den regen Handel im 17. Jahrhundert kamen Samen von Indien, Thailand, Mexiko und Ko­lumbien nach Jamaika und wilderten hier über viele Generationen aus. Das spezielle am jamaikanischen Klima sind die drei Ernt­ezeiten während eines Jahres. Es gibt immer eine kurze Blütezeit von knapp 50 Tagen, gefolgt von einer längeren Periode von 90-120 Tagen, die wiederrum von einer kurzen 50 tägigen Blütezeit ab­gelöst wird. Pflanzen aus Jamaika sehen den mexikanischen sehr ähnlich, wach­sen aber etwas höher und filigraner. Die Blütenstände sind gross und auch die kleinen Seitentriebe tragen dicke nicht sonderlich kompakte Buds. Der Turn wirkt sich besonders klar auf Körper und Geist aus und kann als ein sehr helles Up-High beschrieben werden.

Bekannte Sorten sind Lambs Bread oder Kali Herb. Aroma und Geruch sind meist sehr süsslich, fruchtig aber dennoch sehr mild beim rauchen. Jamaikanische Sorten sind sehr Hitze und Schäd­lingsresistent und brauchen nur wenig Dünger, um trotzdem ihre volle Leistung zu bringen.

Amerika

Wie ich oben schon erwähnt habe, in Amerika gab es bis vor 20 bis 30 Jahren keine natürlichen Cannabissorten, es sind mexikanis­che, südafrikanische und indische Sorten, die sich an das Klima und die Bedingungen angepasst haben. Die wohl bekanntesten sind Yumbolt, Big Sur Holy, Mendocino Madness oder die vielen Kush Variationen. Meist ist das Aroma etwas krautig oder erdig, dafür besitzen die Blüten enorm viel Harz und sind somit auch sehr potent. Viele Strains oder diverse Kreuzungen, bekommt man heute noch von kanadischen oder amerikanischen Züchtern und Resellern angeboten.

Thailand 

Aus dieser Region kommen die besten und potentesten Sativas. Die kräftigen, hochwachsenden Pflanzen bilden viele Verästelungen und wirken daher sehr buschig. Die Blätter sind grob gezackt und beste­hen meist aus 9-11Thai Blattfingern. Thai Sorten beginnen sehr spät mit der Blüte und reifen dementsprechend langsam aus, das Wachstum der Pflanzen kann schon mal bis in die fünfte oder siebte Blütewoche reichen. Die Blüten werden sehr gross, können aber zu verschiede­nen Zeitpunkten unterschiedlich ausreifen. Genetiken aus Thailand sind im Aroma und im Geschmack besonders süss, bis leicht zitro­nig. Die Wirkung beschreiben viele als sehr psychoaktiv und potent. Ein kleiner Nachteil ist der Hang zur Zwitterbildung, die Gründe dafür habe ich am Anfang des Artikels erwähnt. Bekannte Genetiken aus dieser Region der Welt sind Chocolate Thai, Vietnam Tourist, Laos oder auch Vietnamese.

Diese Old School Sorten bekommt man ohne etwas Glück so gut wie nicht mehr in Europa zu kaufen. Meist verstecken sich hinter gleichna­migen, angebotenen Sorten einfach Nachzüchtungen oder Thaikreu­zungen die wenig mit den ursprünglichen Strains gemeinsam haben.

 

 

Kolumbien

Auch Kolumbien verfügt über hochpotentes Marihuana, das über­wiegend in den Küstenregionen und in der NäheColumbian Gold von Panama seinen Ursprung hat. Heute wird im Kolumbien auch in den schlecht begeh­baren Gebirgsregionen Cannabis angebaut. Die Pflanzen zeichnen sich durch eine starkes Up-high aus, da der Gehalt an CBD in den Blütenständen sehr gering ist. Die stark verzweigten Pflanzen bilden nur kurze Nodienabstände, dadurch entstehen grosse Blüten an den einzelnen Trieben. Kolumbianische Sativas gehen sehr langsam in Sorten aus Thailand. Strains wie Columbian Gold, Columbian Red oder Panama Red bekommt man heute noch ganz selten bei machen Resellern, man kann jedoch nie genau sagen wie Original die Genetik noch ist.

Hawaii

In Hawaii ist der traditionelle Cannabisanbau schon seit vielen Jahr­zehnten fest verankert, grosse Familien züchten ihre eigenen Sorten über viele Jahre hinweg in ihren eigenen Gärten. Strains wie Molokai Frost, Maui Waui oder Molokai Lepper Blood sind auf diese Weise entstanden. Nehmen wir z.B. Maui Waui, die Geschichte sagt, dass ein einheimischer Gärtner und Botaniker namens Dr. Waui in seinen Garten über Jahre hinweg diese eine Sorte kultiviert hat. Durch den Schmuggel in den Süden der USA wurde dieser Strain innerhalb kür­zester Zeit zu einer der beliebtesten Sativas die aus Hawaii kamen und schon war der Strain Maui Waui geboren. Die heimischen Landrassen wachsen sehr hoch und verzweigt, vier bis fünf Meter sind keine Seltenheit. Die Herkunft der Hawaiianischen Landrassen ist heute weitgehendst geklärt, man vermutet das englischer Faserhanf mit Thailändischer Genetik gemischt wurde, auswilderte und sich so über zwei Jahr­hunderte hinweg an die klimatischen Bedingungen, die in dieser Region herrschen, angepasst haben.

Heute ist die Situation eine ganz andere, die USA haben immer noch einen grossen Einfluss auf Hawaii und somit gibt es auch dort einen Kampf gegen den Cannabisanbau, gesteuert aus den Vereinigten Staaten. Oft werden Helikopter eingesetzt, um die Cannabis Felder in den unzugänglichen Gebieten und Inseln auszumachen. Auch aus diesen Grund werden immer häufiger Indica Gene aus Indien oder Holland verwendet, auch der lndooranbau hat sich in den letzten Jahren fast verdoppelt.

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