Sweet Tooth #3

 

Die zweite Sorte die Grower „DSL“ testen konnten, basiert auf einem wirklichen „All Time Favorite“ Strain, der legendären „SweetTooth#3″ von der Seedbank „Spice of Life“ und Breeder Steve.

Die Grundgenetik dieser Variation stammt von einem weiblichen Steckling, der vor vielen Jahren von einem Alpine-Seeds Member selektiert wurde. Dieser Steckling besitzt einen sehr hohen Harzbesatz, das typisch fruchtige Aroma und eine starke Potenz, welche den Steckling geradezu ideal zum kreuzen macht.

Als männliches Gegenstück kam eine neu selektierte „Chemdog dd“ Pflanze zum Einsatz. „Chemdog dd“ ist eine reguläre Kreuzung aus dem sagenumwo-benen Chemdog Clone und einer East Cost Sour Diesel IBL, welche auch schon von „Elite Genetics“ in der „OG.Kush-Lemon Larry“ Verwendung fand.

Die neue F1-Generation aus „Sweet Toot#’3″ und „Chemdog dd“ wurde auf einen möglichst nahen „Sweet Tooth#3″ Phänotyp selektiert.

Mit dieser männlichen Pflanze führte Alpine-Seeds eine Rückkreuzung mit dem weiblichen „Sweet Tooth#3″ Steckling durch, die „Sweet Tooth#3 BX1″ war geboren. Bei der „Sweet Tooth3 BX1″ ging die Keimung ähnlich schnell wie bei der „OG Kush Lemon Larry IBL“. Nach fünf Tagen durchbrachen die ersten Keimlinge die oberste Erdschicht und konnten anschliessend gleich mit einer 250W MHL beleuchtet werden. Da dieser Strain etwas lndica dominanter ist und dem-entsprechend kompakter wächst, gab es für die zehn kleinen Pflänzchen eine Wachstumszeit von drei Wochen, eine Woche länger als die OG.Kush be-kommen hatte.

Die Pflanzen wuchsen von Beginn an sehr kräftig und vital, bei kurzen Nodien-abständen und breiten, auffällig grob gezackten Blättern. Nach der dreiwöchigen Vegetativphase wurde es Zeit die Blüte einzuleiten und die Lichtphase auf den 12/12 Stunden Rhythmus zu verkürzen. Schon zu Beginn der Blütezeit konnte man drei verschiedene Phänotypen ausmachen. Diese Aufspaltung ist bei einer ersten Rückkreuzung normal. Man gibt Genetiken so eine bestimmte Richtung vor, in die sie bei weiterer Zuchtarbeit gehen soll. Im Falle von Alpi-ne-Seeds SweetTooth#3 BX1 ist das, wie man sich schon denken kann, die SweetTooth#3 von Spice of Life.

Doch zurück zum eigentlichen Report. Zwischen dem achten und zwölften Blütetag gaben sich vier männliche Pflanzen zu erkennen, sie wurden darauf hin gleich aus dem Growraum entfernt. Die sechs verbleibenden weiblichen ST#3 BX1 kamen anschliessend in mit Composana gefüllte 11 Liter Töpfe. In den kommenden Tagen wuchsen die Damen täglich mehrere Zentimeter und legten nach und nach ihr Indica dominantes Wachstum ab. Die gesamte Wuchs-struktur veränderte sich mehr und mehr Richtung Sativa, wobei auch klare Indica Merkmale und Eigenschaften sichtbar blieben.

Die Streckung könnte man am besten mit einem 50/50 Indica/Sativa Hybrid beschreiben. Auch die Blüten und Harzbildung legte unverkennbar zu. Schon in dieser sehr frühen Blütephase waren die noch kleinen Buds mit einer präch-tigen Schicht aus Trichomen überzogen. Das Aroma war zu diesem Zeitpunkt schwer zu beschreiben. Es gab einen deutlich süssen, leicht fruchtigen Geruch aber auch das intensive und würzige Chemdog Aroma war klar auszumachen. Die nächsten Wochen verliefen ohne Probleme, der Harzbesatz nahm weiter zu und auch die Blüten wurden stetig grösser und mussten gegen Ende sogar gestützt werden. Vor allem ein Phänotyp fiel sofort ins Auge, da er wirklich eine enorme Menge an Blütenkelchen ausbildete. Die fünf anderen weiblichen Pflanzen brachten zwar auch einen sehr guten Ertrag aber an dieses Ertrags-wunder kamen sie nicht heran. Das Trockengewicht pro Pflanze liegt im Schnitt bei 40-50g feinsten Blüten von sehr hoher Qualität.

Der Harzbesatz war bei allen SweetTooth#3 BX1 Pflanzen stark ausgeprägt und auch der Geruch ging gegen Ende mehr in Richtung süss und intensiv fruchtig, eben typisch SweetTooth#3.

Die Blütenstruktur war dagegen nicht ganz so hart und kompakt aber auch nicht fluffig und luftig, es ist eher eine gute Mischung aus beiden Merkmalen. Nach einer Blütezeit von 68.Tagen konnten die Damen geerntet werden. Bei einer Pflanze gab es in der Hauptblüte eine kleine Schimmelstelle die gross-zügig entfernt wurde. Alpine-Seeds empfiehlt bei diesem Strain sehr auf die Luftfeuchte und die Giessmenge am Ende der Blüte zu achten, die Pflanzen vielleicht sogar zu Beginn der Blüte zu beschneiden. Die Buds sind nicht hart, aber sie sind doch sehr dicht gestaffelt und in Kombination mit einem grossen Headbud und einer nicht ganz optimalen Luttfeuchte kann die Schimmelgefahr natürlich ansteigen.

Nach einer Trocknungsphase von zwei Wochen konnte die erste Rauchprobe genommen werden. Der Geschmack ist süsslich/fruchtig mit einer kleinen intensiven Chemdog Note aber das Grundaroma kann als sehr SweetTooth#3 ähnlich beschrieben werden.

Die Wirkung ist stark und Indica betont, kein Couchdrücker aber ein Turn der auch den geübten Raucher auf die Bretter schicken kann. Wie die Lemon Larry hat auch die SweetTooth#3 BX1 ein grosses medizinisches Potenzial und kann als Schmerzstiller oder in kleinen Dosen auch als Muskelrelaxanzie eingesetzt werden.

„DSL’s“ und mein Fazit: Eine sehr gute Genetik mit viel Potenzial. Laut Alpine-Seeds wird zur Zeit ein zweiter Backcross zur SweetTooth#3 getestet, man darf also noch sehr gespannt sein was in Zukunft noch passiert und wie weit dieser Strain verbessert und stabilisiert wird.

Alpine-Seeds haben mit diesen beiden neuen Sorten an die hohe Qualität angeknüpft, die sie mit ihren bisherigen Kreuzungen vorgegeben haben.

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