Ultra Genetics

 

Samenbanken und immer neue Strains schießen (nach wie vor) wie Pilze aus dem Boden. War der Cannabissamen- und Sortenmarkt vor wenigen Jahren noch recht übersichtlich, sieht man das Hanffeld heutzutage kaum noch vor lauter Sativa-, Indica-. Autoflowering-, Kush-. Haze- und Skunk¬Kreuzungen. Allerdings ist nicht alles, was da keimt. wächst und gedeiht am Ende der von den Samenbanken versprochene ultimative Superstrain mit hohen Erträgen, großartigem Aroma und umwerfendem Wirkungsspektrum. Gut, dass es da immer noch gewissenhafte Breeder gibt, die sich die Mühe machen. ihre ganz persönlichen Lieblingssorten sorgfältig zu entwickeln und ausreifen zu lassen. bevor sie die Strains in kleinem Umfang produzieren und das Saatgut mit der Community teilen. damit die Hanfartenvielfalt und stabile Genetiken Ultra Genetics03auch in Zukunft erhalten bleiben. Gute Beispiele für diese Boutique Breedersind in den letzen Jahren u.a. Mandala Seeds, Joint Doctor, Alpine Seeds. Mallorca Seeds und nun Ultra Genetics aus England. Wir sprachen mit Poppa Large von Ultra Genetics.

Was hat euch dazu bewogen „Ultra Genetics“ zu gründen? Gibt es nicht schon genug Samenbanken und Tausende von Strains?
Das ist sicher richtig. Der Samenmarkt ist in den letzten Jahren förmlich explo¬diert. An Sorten und Seedbanks mangelt es wirklich nicht. Am Anfang empfanden wir als Hanffans und Hobbygärtner diese Entwicklung als durchaus positiv – ganz nach dem Motto: „Je mehr, desto besser.“ Als wir in den 90er Jahren anfingen, uns ernsthaft mit der Cannabiszucht zu beschäftigen, gab es gerade mal eine Handvoll holländischer Seedbanks und deren Standard Skunk-, Mexican-, Northern Lights-Kreuzungen. Mitte der 90er Jahre und in den darauffolgenden 10 Jahren kamen dann auch viele bis dahin noch ganz unbekannte Sorten wie z. B. die OG Kush Linien aus den USA nach Europa. Anschließend blühte die Entwicklung neuer Sorten von europäischen Breedern ebenfalls auf – besonders aus Spanien kamen und kommen immer noch viele neue Strains und alte Klass¬iker in neuem Gewand. Als „Cheese“ aus unserem Heimatland Großbritannien wie eine Bombe einschlug, entschlossen wir uns, dass auch wir unsere eigenen stabilen Genetiken züchten und verkaufen wollten. In den kommenden Jahren stellten wir dann fest, dass viele der neuen und aufwändig beworbenen Strains längst nicht das hielten, was die Samenbanken in ihren bunten Katalogen vers¬prachen. Was in Magazinen und auf Webseiten ganz toll aussah, stellte sich teilweise als verkrüppelte Mutation mit schwachem Immunsystem heraus. Vor allem, als immer mehr feminisierte Sorten den Markt zu überschwemmen begannen, stellten wir fest, dass die Qualität nicht mit der Quantität mithalten konnte und entschlossen uns, unsere eigenen Sorten zu ziehen. Mittlerweile sind wir so sehr von unseren Strains überzeugt, dass wir sie auch mit anderen Growern und Breedern teilen wollen und auch kein Problem damit haben, für unsere Zuchtarbeit Geld zu verlangen.
Was ist bei „Ultra Genetics“ anders als bei anderen Seedbanks?
Auf den ersten Blick könnte man vielleicht denken, dass auch wir von „Ultra Genetics“ nur eine weitere Seedbank sind, die wortwörtlich ihre unausgereiften Sorten auf den Markt schmeißt – ganz so, wie das zahlreiche neue oder auch etablierte Unternehmen in den letzten Jahren gemacht haben. Tatsächlich aber sind alle an „Ultra Seeds“ beteiligten Breeder und Grower schon seit langer Zeit in der Hanfzuchtszene professionell engagiert und wir arbeiten schon seit Jahren an der Entwicklung und Stabilisierung unserer besten Sorten. Bei uns werden aber nicht einfach die beiden Trendsorten der Saison einwegig zusammengekreuzt, um dann als ganz neue Sorte – die anschließend nicht keimt, zwittert oder auf andere Weise mutiert – auf den Mark gebracht. Wir kaufen auch kein zweifelhaftes Saatgut in rauen Mengen bei anderen Seedbanks ein, um dem Ganzen anschließend nur ein Label und eine bunte Verpackung zu verpassen. Bei uns wird auf altmodische und vor allem sehr zeitaufwendige Art und Weise selektiert und stabilisiert. Außerdem entwickeln wir unsere Strains mit einem konkreten Ziel vor Augen und kreuzen nicht auf Teufel komm‘ raus ¬also egal mit welchem Ergebnis. Die medizinische Verwendung von Cannabis liegt uns z. B. besonders am Herzen, da wir hier ein sehr großes Potenzial für Cannabis sehen – zudem ist das ein wichtiges Argument für eine Normalisierung im Umgang mit Hanf in der Gesellschaft. Deshalb züchten wir Sorten, die einen großen Anteil an CBD entwickeln. Schließlich ist CBD der schmerzstillende, appetitanregende und beruhigende Stoff, der neben dem psychoaktiven THC für die heilenden Aspekte der Hanfpflanze verantwortlich ist. Ein weiterer wichtiger Faktor bei „Ultra Genetics“ ist die Bewahrung originaler Landrassen. Diese unverfälschten Sorten stellen das genetische Rückgrat und die natürliche Essenz der Hanfpflanze

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