Ultra Genetics

 

dar. Während viele Zuchtprojekte nur auf kommerzielle Aspekte wie z. B. höhere THC-Werte, mehr Ertrag, schnellere Blüte usw. ausgerichtet sind, bleiben Faktoren wie die Resistenz gegenüber Umweltbedingungen und Schädlingen sowie eine allgemein gesunde Grundgenetik – wie sie bei Land¬rassen in ihrem Originalzustand zu finden ist – auf der Strecke. Diese Originale zu erhalten und so vielen Growern wie möglich zur Verfügung zu stellen, ist uns ein großes Anliegen.
Dann haltet ihr wohl auch nicht so viel vom derzeitigen Trend der „Autofem’s“?
Nein, aber nicht, weil wir denken, dass es nicht möglich ist gute, feminisierte, Autoflowering-Strains zu züchten. Denn das geht durchaus – nur passiert mit den Autofem’s gerade genau das Selbe, wie vor ein paar Jahren mit dem Feminisierungswahn. Das Feminisieren an sich ist nicht schlecht – wenn man es richtig macht. Dafür braucht man allerdings Zeit und muss forschen, probieren und vor allem auch mal verwerfen, wenn’s mal nicht so klappt, wie man sich das vorgestellt hat und nur mutierter Schrott dabei heraus kommt. Cannabis ist nun mal Ultra Genetics04eine zweigeschlechtliche Pflanze mit den drei Sortentypen Sativa, Indica und Ruderalis, die ganz unterschiedlichen Blüte- und Entwicklungsphasen haben. Hanf wurde von der Natur im Laufe von Millionen Jahren geschaffen und perfektioniert und nun kommt der Mensch daher und denkt, er kann – wie mit dem Rest der Umwelt – einfach machen, was er will. Sowas kann unserer Meinung nach nicht gut gehen. Früher haben Breeder das Geheimnis der Zusammensetzungen ihrer Canna¬biskreuzungen bewahrt – das ist teilweise ja auch heute noch so. Gewissenlose Geschäftemacher fingen dann aber schnell an, eine oder gleich mehrere Sorten auf den Markt zu bringen und sie genauso oder ganz ähnlich wie die neueste, trendsetzende Sorte zu nennen. Egal ob Skunk, Kush, Lights, Haze, Super usw. – in den meisten Fällen sind es nur die Markennamen, auf die die Leute reinfallen. Vor ein paar Jahren war es der Hype um die feminisierten Strains und nun ist der neuste Schrei eben Autoflowering.
Gibt es eure zwei zur Zeit erhältlichen Strains „Mendo Grape Kush“ und „Sour Grape Kush“ deshalb nur in der regulären Form?
Das hat mehrere Gründe. Zum einen denken wir: Je natürlicher, desto besser. Ich habe ja schon gesagt, dass es uns vor allem darum geht, Cannabis zu bewahren und nicht, um Geld damit zu machen. Da könn¬ten wir unser umfangreiches Wissen auch einfach dazu verwenden, Gras kommerziell anzupflanzen und gemeine Cash Cropper zu sein. Wir sehen uns aber viel mehr als Umweltschützer, die eine seltene Pflanzenspezies bewahren und deren unglaubliches, vielseitiges Potenzial den Menschen zur Verfügung stellen wollen. Für dieses Ziel braucht man unter anderem auch das notwendige Know-how und vor allem starke Grundgenetiken – und die erhält man nur, wenn man starke weibliche, männliche und originale Landrassen studiert, bewahrt und diese für seine Zuchtprojekte verwendet. Mir ist schon bewusst, dass ein Hobbygärtner, der sich zwei oder drei Pflanzen in die Homebox, den Garten oder den Balkon stellt und dessen Herz vielleicht gar nicht so sehr an der Sache hängt – also jemand, der letztendlich nur etwas rauchen will – von einer „schnellblühenden, 100% weiblichen Sorte mit reichlich Ertrag, fantastischem Aroma, umwerfendem Geschmack und einer Wirkung, die von entspannend über narkotisch zu geistig belebend und stark psychedelisch reicht“, begeistert ist und auf solche Marketingtricks hereinfällt. Solche Top-Sorten gab und gibt es zwar tatsächlich immer wieder, aber ich behaupte, wenn eine Seedbank pro Saison mehrere neue Sorten mit einem neuen, trendigen Namen auf den Markt bringt, ist es mit der genetisch gefestigten Qualität nicht weit her und all die schönen Versprechungen werden sich kaum erfüllen. Wir schließen zwar nicht aus, in Zukunft auch feminisierte oder selbstblühende Sorten anzu¬bieten – aber für den Anfang sind wir damit zufrieden, Ultra Genetics mit zwei sehr schönen und zuverlässigen, regulären Strains auf dem Markt positioniert zu haben. Wem unsere Sorten gefallen, der kann männliche und weibliche Exemplare selektieren und damit seine eigenen Zuchtexperimente starten. Denn darum geht es doch im Kern, wenn man Cannabis anpflanzt: Um die eigene Erfahrung im Umgang mit dieser außergewöhnlichen Pflanze.
Das hört sich alles sehr idealistisch an. Was hat es denn mit „Sour Grape Kush“ und „Mendo Grape Kush“ auf sich?
„Sour Grape Kush“ ist eine aufregende Mischung aus original „Chem Dawg“ mit ihrem penetrant nach Benzin riechenden Aroma, der populärsten Cannabissorte der letzten Jahre „OG Kush“ und einer Grapefruit, deren Gene zu einem leichten, fruchtigen Aroma geführt haben. „Sour Grape Kush“ kennt man auch unter dem Namen „Fruity Headband“. Die Vaterpflanze – eine Grapefruit – war ein echt potenter Riese und sorgt für höhere Erträge, als das von „OG Kush“ abstam¬menden

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