SWEET PINK GRAPEFRUIT MEETs SWEET TOOTH#3 BX2 ZWEI NEUE ALPINE SORTEN IM TEST

 

In dem heutigen Growreport will ich Euch zwei neue Alpine Sorten vorstellen, die ich in den letzten drei Monaten ausführlich testen durfte. Dabei handelt es sich einmal um eine reguläre Version der bekannten Clone-only Genetik .Sweet Pink Grapefruit” und um eine relativ neue “Sweet Tooth#3” Variante, die eine grosse Ähnlichkeit mit der alten “ST#3” von Spice of Life haben soll.

Alpine-Seeds wurde vor etwas mehr als drei Jahren in der Schweiz gegründet und etablierte sich sehr schnell als seriöse Samenbank. Die angebotenen Sorten sind in ihrer Anzahl recht übersichtlich, doch dafür ist die Qualität der Strains laut verschiedenen Growforen und Erfahrungsberichten sehr gut. Man findet bisher nur positive Berichte und Statements zu ihren Kreuzungen, die alle ausschliesslich in regulärer Form angeboten werden. Nur in bestimmten Abständen werden limitierte Editionen SWEET PINK GRAPEFRUIT02veröffentlicht, die teilweise auch feminisierte Samen enthalten können. So geschehen mit dem ersten Strain, den ich hier kurz vorstellen will.
Die feminisierte „Sweet Pink Grapefruit S1″ gab es bisher zwei Mal in einer limitierten Stückzahl von jeweils ca. 300 Packungen. Doch vor knapp 2 Monaten veröffentlichte Alpine-Seeds eine neue und reguläre SPG Version, die laut Beschreibung identisch zum originalen Clone sein soll. Die neue Sweet Pink Grapefruit besteht zu 94% aus originalen SPG Genen und soll in vielen ihrer Eigenschaften mit dem legendären Clone übereinstimmen. Es handelt sich hierbei um eine Kreuzung aus SPG x (SPG x Breeding Line#3.), wobei sich die dritte Zuchtlinie aus folgenden Genetiken zusammen setzt SPG x (Sweet Chunk BX3 x Sweet Chunk BX1 F2). Das gesamte Zuchtprojekt der SPG basiert auf der „Sweet Chunk F1″, die vor drei Jahren im AlpineSeeds Sortiment zu finden war. Bei dieser Kreuzung handelt es sich um eine F1-Generation aus dem weiblichen Sweet Pink Grapefruit Clone und der Deep Chunk von Tom Hill.
Später gab es dann weitere Rückkreuzungen auf den originalen SPG Clone und Selektionen verschiedener Generationen, bis vier Jahre später die fertige Sweet Pink Grapefruit veröffentlicht wurde. Die zweite Genetik die ich testen konnte ist die „Sweet Tooth3 BX2″. Wie der Name schon verrät handelt es sich dabei um eine Sweet Tooth#3 Version, die von der gleichnamigen und sehr erfolgreichen Spice of Life Linie abstammt.
Alpine-Seeds selektierte vor vielen Jahren eine besonders hochwertige weibliche Pflanze aus einer Packung Sweet Tooth#3 Samen. Dieser Clone wurde einige Jahre später mit einer männlichen „Chemdog dd” gekreuzt. Anschliessend wurde aus der nachfolgenden F1-Generation ein Sweet Tooth#3 ähnlicher Phänotyp selektiert, der wiederum mit dem weiblichen ST#3 Clone gekreuzt wurde. So entstand eine erste Rückkreuzung und damit auch die erste Version aus der Sweet Tooth#3 Reihe von Alpine-Seeds, welche in dieser Form auch heute noch erhältlich ist. Aus dieser ersten Rückkreuzung wurde nun wieder eine männliche Pflanze ausgewählt, die von ihren Eigenschaften sehr nahe an die des originalen Sweet Tooth#3 Clone’s heran kam. Dieses männliche Exemplar diente nun als Pollenspender für eine neue Bestäubung des selektierten ST#3 Clone’s.
Als Resultat entstand die zweite Version dieser ST#3 Linie, die „Sweet Tooth#3 BX2″. Diese zweite Variation enthält rein rechnerisch über 88% der Genetik von Spice of Life’s Sweet Tooth#3. Ich wollte in diesem Test überprüfen, ob man diese Ähnlichkeit auch in einem Growdurchgang bemerkt oder ob die 88% rein theoretischer Natur sind. Da beide Alpine Sorten aufgrund der Stammbäume verwandt sind und teilweise die gleichen Vorfahren hatten, war es interessant zu sehen in wie weit sich beide Strains gleichen oder doch komplett unterscheiden.
Mir stand von beiden Sorten jeweils eine Packung mit zehn regulären Samen zur Verfügung. Alle Seeds wurden direkt in kleine Steinwollcubes gesetzt und öffneten sich nach ein bis drei Tagen. Etwa 48 Stunden später waren alle Keimlinge klar sichtbar. Es wurde nun höchste Zeit die Kleinen mit ausreichend Licht zu versorgen. Dabei kam eine 250W Metallhalogen Lampe, mit einem blau/weiss Spektrum zum Einsatz. Doch vorher konnten die Pflänzchen in die bereit stehenden 1.5L Töpfe gesetzt werden.
Die Pflanzen entwickelten sich recht schnell und wuchsen in den ersten zehn Tagen der Wachstumsphase auf 15cm heran. Nur eine Sweet Tooth#3BX2 schien etwas zu schwächeln und lag mit der Entwicklung deutlich hinter den anderen 19 Pflanzen zurück. Die Töpfe wurden nun langsam zu klein und so kamen grössere 6.5L Behälter zum Einsatz, die den Pflanzen bis zum Aussetzen genügend Nährstoffe bieten sollten. Auch die Lichtquelle wurde ausgetauscht. Anstatt der 250W MHL beleuchteten nun zwei 400er NDL die Kammer.

Es gab jetzt für weitere fünf Tage 18 Stunden Licht, bevor das Leuchtmittel der beiden NDL’s und auch die Photoperiode verändert wurden. Fortan gab es nur noch eine Beleuchtungsdauer von 13 Stunden, womit die Blütephase eingeleitet wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es zwischen beiden Sorten kaum Unterschiede. Einzig die etwas kompaktere Struktur und die Indica typischen Blätter an der Sweet Tooth#3-BX2 fielen sofort ins Auge. Am achten Tag der Blütephase konnte man bei einer SPG die ersten männlichen Merkmale erkennen. In den folgenden sechs Tagen outeten sich auch die restlichen Pflanzen beider Strains. Was mir bei der Sweet Pink Grapefruit eine Quote von sechs weiblichen und vier männlichen Pflanzen einbrachte. Bei der ST#3-BX2 outeten sich fünf Männchen, darunter auch die schwächere Pflanze die den anderen mittlerweile deutlich unterlegen war.
Die weiblichen Sweet Tooth#3-BX2 nahmen nun mehr und mehr ein sehr kompaktes und Indica typisches Äusseres an, wobei die starke Verzweigung und die Wuchsgeschwindigkeit den Sativa Genen zuzuschreiben sind. Die Sweet Pink Grapefruit sah dagegen deutlich Sativa ähnlicher aus. Die Blätter waren viel filigraner, die Blattfinger schmaler und auch die Nodienabstände waren etwas grösser. Trotzdem ähnelten sich beide Strains in ihrem Verzweigungsmuster und in ihrem ganzen Erscheinungsbild.
Es gab auch zwischen den einzelnen Pflanzen einer Genetik kaum sichtbare Unterschiede. Auffälliger waren vielleicht die leicht verschiedenen Blattränder der SPG Pflanzen. Bei zwei weiblichen Pflanzen waren die Ränder recht grob gezackt, bei den anderen Pflanzen dagegen etwas feiner und weniger kantig. Die mittlerweile gut durchwurzelten 6.5L Töpfe wurden nun durch grössere 12 Liter Air Pots abgelöst, was den Pflanzen nochmal einen kleinen Wachstumsschub geben sollte. Im Laufe der nachfolgenden Tage legten die Pflanzen einen kleinen Zwischenspurt ein. Die Sweet Tooth#3-BX2 pendelte sich am Ende der Streckung auf 70-80cm ein, während die reguläre Sweet Pink Grapefruit etwas höher wurde und erst bei 80-90cm mit dem Wachstum stoppte.
Alle elf weiblichen Pflanzen beider Strains hatten mittlerweile schon kleine Blütenstände an allen Trieben ausgebildet.
Man konnte jetzt schon erkennen, dass die Blütenstände der ST#3-BX2 eine ganze Ecke kompakter und fester waren als die der SPG. Mit dem ersten Harz traten auch die ersten Aromen deutlich in den Vordergrund. Beide Genetiken rochen bis hier hin sehr süsslich aber auch sehr frisch und weniger intensiv als gedacht. Die Tage vergingen, die Blüten wuchsen heran und auch die Harzproduktion legte immer weiter zu. Etwa in der fünften Blütewoche kristallisierten sich bei beiden Sorten einzelne Phänotypen heraus. Bei der Sweet Pink Grapefruit gab es zwei leicht unterschiedliche Pflanzentypen, wobei fünf Damen sehr Sativa typisch aussahen und dem SPG Clone optisch wirklich sehr nahe waren. Eine Pflanze zeigte zwar auch klare Sativa Merkmale und einen genauso süsslichen Geruch, doch man konnte deutlich sehen, das das ganze Pflanzenmodell auch Ähnlichkeit mit einer Indica hatte. Vermutlich sind das die letzten Überbleibsel der früh eingekreuzten Deep Chunk.
Bei der Sweet Tooth#3-BX2 zeigten sich auch zwei Phänos, wobei beide Typen ein eher ausgeglichenes Verhältnis von zwei zu drei hatten. Drei Pflanzen waren sehr kompakt, etwas kleiner und klar Indica typischer. Die Blüten waren deutlich fester und kompakter. Die beiden anderen Pflanzen zeigten auch feste Blüten, die aber sichtbar lockerer waren. Der Harzbesatz war bei allen fünf ST#3-BX2 gleich gut und auch der süsse, leicht säuerlich und an Treibstoff erinnernde Geruch war identisch zu dem ersten Pflanzentyp. Im gesamten Grow wurde nur einmal gegen Ende der sechsten Blütenwoche gedüngt, da die Erde den Pflanzen für vier bis fünf Wochen ausreichend Nährstoffe bieten sollte. Nur etwas später begannen beide Strains mit dem Ausreifen der Blütenstände, die vor allem bei der Sweet Tooth#3-BX2 eine wirklich ansehnliche Grösse erreicht hatten. Der Ertrag der SPG lag, wie beim originalen Clone auch, SWEET PINK GRAPEFRUIT01eher im guten Durchschnitt. Wobei die Samenpflanze aufgrund ihres Alters etwas mehr abwerten sollte, da der alte SPG Steckling schon ein stolzes Alter von fast 40 Jahren erreicht hat.

In den letzten zwei Wochen veränderte sich das Aroma nochmals etwas. Die vorhandene Schärfe und Frische verschwand bei der Sweet Tooth#3 völlig, der gesamte Geruch bekam einen viel milderen Ton. Bei der Sweet Pink Grapefruit war es ähnlich, nur ging das Aroma etwas mehr ins säuerliche und Grapefruit typische, ohne das sich der sehr süsse Unterton veränderte. Die meisten Pflanzen konnten nach 67.Tagen Blütezeit geerntet werden. Nur zwei Pflanzen der ST#3 und eine der Sweet Pink Grapefruit brauchten noch weitere 5. Tage bis auch sie geerntet werden konnten.
Die Blüten der Sweet Pink Grapefruit waren von mittelfester Struktur und von einer sehr guten Harzschicht überzogen. Die Buds rochen intensiv süsslich, vielleicht auch leicht fruchtig aber doch deutlich nach Zitrusfrüchten. Der zweite Phänotyp hatte fast das gleiche Aroma, nur fehlte hier diese kleine säuerliche Note, die durch einen etwas haschigen Ton ersetzt wurde.
Die Sweet Tooth#3-BX2 Blütenstände verströmten einen ähnlichen aber auch doch etwas anderen Geruch. Auch hier dominierte das süsse Aroma, doch es gab auch diese sehr fruchtige, milde und etwas dieselige Nuance welche von der Chemdog dd abstammt. Die beiden Phänos dieses Strains unterschieden sich dabei ausschliesslich in der Intensität des Aromas. Während die Indica Typen sehr süss und fruchtig waren, hatten die Sativa ähnlichen Pflanzen ein etwas stärkeres Chemdog artiges Aroma. Der Harzbesatz war ebenfalls überdurchschnittlich und bei allen Pflanzen gleich stark ausgeprägt. Auffällig waren auch die Fuchsschwanz Blüten, die zwei Pflanzen der ST#3 ausgebildet hatten.
Nach 14.Tagen Trocknung konnte man die erste Rauchprobe nehmen. Beide Sorten schmeckten genauso so wie sie bei der Ernte gerochen haben. Die Sweet Pink Grapefruit ist sehr süsslich und besitzt auch diesen leichten Grapefruit typischen Unterton. Wenn ich dieses Aroma mit dem des Clone’s vergleiche, dann kann ich wirklich sagen, dass es ohne Übertreibung fast identisch ist. Natürlich gibt es je nach Pflanze kaum spürbare Unterschiede aber die Mehrheit aller SPG Pflanzen hatte genau diesen typischen Geruch nach süssen Zitrusfrüchten.
Die Sweet Tooth#3-BX2 muss sich hier aber keinesfalls verstecken. Die Ähnlichkeit zur originalen Sweet Tooth#3 von Spice of Life ist bei einigen Pflanzen absolut bemerkenswert. Bei den anderen geht der Geruch und der Geschmack etwas mehr zur Chemdog dd, was aber keinesfalls als Minuspunkt zu verstehen ist. Die Gemeinsamkeiten der beiden Sorten beziehen sich auch etwas auf die Wirkung des Endprodukts. Während die Sweet Tooth#3-BX2 etwas stärker ist und den Konsumenten auch mal aufs Sofa zwingen kann, hat die Sweet Pink Grapefruit eine eher aktivierende Wirkung, die man mit einem guten aber trotzdem auch starken Up-High vergleichen könnte.
Der Ertrag der Sweet Pink Grapefruit lag wie schon vorher erwähnt in einem guten durchschnittlichen Rahmen. Den Ertrag der Sweet Tooth#3 kann man dagegen als sehr gut bezeichnen. Es kann durchaus passieren das Triebe gestützt werden müssen, damit sie nicht brechen. Aber diese Eigenschaft hatte auch schon die erste Version der Sweet Tooth#3 Reihe von Alpine-Seeds.
Mein Fazit fällt bei diesem Growdurchgang durchweg positiv aus. Die Sweet Tooth#3 BX2 erinnert mit ihren Merkmalen und Eigenschaften der bekannten Originalsorte Sweet Tooth#3 von Spice of Life. Dazu kommt ein wirklich überdurchschnittlicher Harzbesatz, ein sehr guter Ertrag und ein tolles Aroma. Ich glaube dieser Strain ist eine der besten Sweet Tooth Versionen auf dem Markt. Und auch die Sweet Pink Grapefruit hat meine Erwartungen wirklich erfüllt und das Versprechen einer starken SPG-Clone Ähnlichkeit gehalten. Vor allem das besondere Aroma konnte bei der Mehrzahl der Pflanzen erhalten werden, auch wenn es einzelne Pflanzen geben kann, die sich leicht, wirklich nur leicht vom Clone Aroma unterscheiden können. Aber das ist völlig normal, auch bei dieser sehr homogenen und einheitlichen Sorte die eine wirkliche Alternative zum Clone darstellt.

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